Annette-Kuhn-Stiftung    
 
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Die sieben Räume Raum 1: Matriarchale Kulturen > 40.000 - 3000 v. Chr.   Raum 2: Frauen in der Begegnung der Kulturen > 3000 v. Chr. - 1350 n. Chr.   Raum 3: Frauenwege in die Moderne > 1350 - 1550   Raum 4: Frauenbewegungen in Europa > 1550 - 1850   Raum 5: Geschlechterdemokratie in Deutschland > 1850 - 1938   Raum 6: Frauenpolitik und Faschismus > 1938 - 1958   Raum 7: Weibliche Visionen der Einen Welt  > 1958 - heute
 
 
     
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Die Stifterin
 
Annette Kuhn im Jahr 1938 Am 22. Mai 1934 wurde Annette Kuhn als zweites Kind der Altphilologin Käthe Kuhn, geb. Lewy und des Philosophen Helmut Kuhn in Berlin geboren. In ihrer Autobiografie Ich trage einen goldenen Stern - Ein Frauenleben in Deutschland, Berlin 2003 erzählt sie von den Kindheitserfahrungen in der englischen und US-amerikanischen Emigration und den Schwierigkeiten, sich nach 1948 als Exilkind in den deutschen Schulalltag zu integrieren. Käthe Lewy in den 20er JahrenGeprägt vom Schweigen in ihrer Familie und in der deutschen Nachkriegsgesellschaft, spürte sie ihren jüdischen Wurzeln erst als Erwachsene nach.

Eng verbunden mit ihrer Stiftungsgründung ist deshalb das Gedenken an ihre Mutter, die 1959 gemeinsam mit Helmut Gollwitzer und Reinhold Schneider den Band Du hast mich heimgesucht bei Nacht. Abschiedsbriefe und Aufzeichnungen des Widerstandes 1933 - 1945 erstmals veröffentlichte.

1964 wurde Annette Kuhn als jüngste Professorin der Bundesrepublik auf den Lehrstuhl für Mittelalterliche und Neuere Geschichte der Pädagogischen Hochschule in Bonn berufen und veröffentlichte wegweisende Arbeiten zur kritischen Geschichtsdidaktik und Friedenspädagogik. Seit den 80er Jahren war es der Aufbruch der Frauen, der ihre wissenschaftliche Arbeit fortan bestimmte: 1986 erhielt sie die erste Professur für historische Frauenforschung.Käthe Kuhn in den 50er Jahren

Die "Philosophin mit didaktischem Sinn und Didaktikerin mit philosophischer Passion" (Aufbau - Verlag) war und ist eine An-Stifterin: Vom Prüfungsamt von 1992 bis 1996 ausgeschlossen, blieb sie Mentorin für Studierende, die sich in Projekten praktisch erproben wollten. Ihr Büro an der Schlosskirche war Redaktion und Geschichtswerkstatt zugleich. Sie initiierte zahlreiche Projekte, die das Leben und Handeln von Frauen in der Geschichte sichtbar machten, u. a. die Quellen-Reihe Frauen in der Geschichte und die Chronik der Frauen. Eine Liste aller Veröffentlichung von und über Annette Kuhn führt der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

Annette Kuhn im Jahr ihrer BerufungIm Juni 1999 wurde Annette Kuhn emeritiert und ihr Lehrstuhl nicht wieder besetzt. Anfang 2000 gründete sie den Verein Haus der FrauenGeschichte. Sie ist weiterhin die wissenschaftliche Leiterin des POLITEIA-Projekts und Mitherausgeberin der Spirale der Zeit sowie der Schriftenreihe Haus der FrauenGeschichte. Den Johanna Loewenherz Preis erhielt sie 2004, zwei Jahre später das Bundesverdienstkreuz.

Gründungsfeier Annette-Kuhn-StiftungMit ihrer jüngst im Budrich-Verlag erschienenen Historia - Frauengeschichte in der Spirale der Zeit legt Annette Kuhn ihr Konzept von sieben Zeit-Räumen der Geschichte vor, in denen ein von Frauenhandeln und Frauendenken geprägtes matriarchales Muster sichtbar ist, das sich im vorderasiatischen Kulturraum ausbreitete und unser christliches Mittelalter ebenso wie das moderne Europa der Neuzeit entscheidend bestimmte.

Mit der Gründung der Annette-Kuhn-Stiftung ist sie ihrer Vision vom Bau eines realen Hauses der FrauenGeschichte einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Sie freut sich über Ihre Mithilfe.
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